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Es werden Posts vom Juli, 2019 angezeigt.

Wandern im Dartmoor

Devon Teil 1 Meine Herzensregion Devon begeistert mich so sehr, dass ich meine Erfahrungen in mehrere Beiträge aufteilen werde. Seit meinem Forschungsaufenthalt in Exeter ist das County für mich eine Art zweiter Heimat geworden. Wer Sherlock Holmes aus Kriminalromanen oder Serien kennt, dem ist der Hound of the Baskervilles sicher ein Begriff. Diese Bestie trieb ihr Unwesen einst im Dartmoor und ich kann mir keinen passenderen Wohnraum für sie vorstellen als diese mystische Landschaft. Blick über das Dartmoor.  Beliebt, vor allem bei älteren Semestern, ist das beschauliche Widecombe, wo es viele Teestuben und einige Pubs gibt. Hier genoss ich die klassischen "Scones" mit "Clotted cream" und Marmelade. Dazu gab es natürlich schwarzen Tee; diese Kombination wird auch "Cream tea" genannt. Es gibt übrigens zwei Lager mit gegensätzlichen Positionen zu der Frage, ob erst die Creme und dann die Marmelade auf das Gebäck kommt oder umgekehrt. Ich ent

The Killer cows oder: Warum auch Kühe Arschlöcher sein können

Devon Teil 2 Sollte ich jemals eine Punkband gründen, werde ich sie "The Killer Cows" nennen. Meine neueste unangenehme Tierbegegnung hat mich nämlich das Fürchten gelehrt. Dabei sollte ich nach sechs Bärenkontakten* und einem Hundebiss auf dieser Reise eigentlich abgehärtet sein. Auf dem offiziellen Spazierweg in Chudleigh nahe Dartmoor ging ich einen Weg entlang, neben dem eine Kuhherde graste. Wer in Devon wandert, wird den Wiederkäuern häufig begegnen. Die Viecher beobachteten mich mit großem Interesse. Doch damit nicht genug: Plötzlich bewegte sich die gesamte Herde auf den Weg und konkret auf mich zu. Als einer der Bullen noch seinen Kopf senkte, trat ich den geordneten Rückzug an und verbarrikadierte mich hinter dem nächsten Gatter, das für Fußgänger angelegt wurde. Dort wollte ich darauf warten, dass die Kühe den Wanderweg wieder freigegeben würde. Diese Gatter trennen Kuh und Wanderer normalerweise in ihre natürlichen Habitate. Doch sehr oft führen Wan

Rosamunde Pilchers schöner Nachbar: North Devon und der Coast Path

Devon Teil 3 Der South West Coast Path hat mich gelehrt, wie viel Spaß wandern machen kann. Seit ich vor sechs Jahren die ersten Touren auf ihm unternommen habe, kriege ich nicht genug von diesem herrlichen Fernwanderweg in England. Typischer Ausblick auf dem South West Coast Path: Klippen und Meer, hier bei Lynmouth.  Verlaufen ist schwierig  Der South West Coast Path erstreckt sich auf rund 1000 km von Somerset nach Dorset. Mit seiner exzellenten Beschilderung und den Touren verschiedener Schwierigkeitsgrade ist er auch für Anfänger und Menschen mit einem Orientierungssinn gegen 0 geeignet (ich spreche aus persönlicher Erfahrung). Wer das Meer an seiner Seite hat, kann davon ausgehen: Hier bin ich auf dem richtigen Weg! Die Wegmarkierung des Coast Path. Alternativ gibt es noch gelbe Richtungspfeile.  In allen Abschnitten habe ich schon Wanderungen ausprobiert und jede Gegend hat etwas besonderes. Diesmal war ich in North Devon unterwegs. Diese Gegend steht Ros

Statt Fliegen: Mit Bus und Bahn von Rumänien nach England

Oder: Warum ich meine Flugangst nie loswerde Mein ökologisches Gewissen, aber vor allem meine Flugangst führten dazu, dass ich mich auf dem Landweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Beius   (Rumänien) bis nach London durchgeschlagen habe. Meine therapeutische Kollegenschaft würde sicher die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn sie sähe, wie viel sekundären Krankheitsgewinn ich aus meiner Flugangst ziehe. Die Reise klingt zwar nicht so abenteuerlich wie die Busfahrt in den Iran , aber doch ein tolles Abenteuer! Kleinbus nach Oradea  Der Kleinbus von Beius nach Oreada erwies sich als bequeme und äußerst kostengünstige Transportweise. Etwas abrupt wurden wir jedoch am Ende der Fahrt mitten in der Stadt ausgesetzt. Mit Hilfe einer freundlichen Ticketverkäuferin und dank meiner Grundlagenkenntnisse in romanischen Sprachen kam ich schließlich erfolgreich mit der Tram zur Pension. Prachtvolles Ufer in Oradea  Neben prachtvollen Ansichten überzeugte Oradea mit