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Es werden Posts vom September, 2019 angezeigt.

Unterwegs zum Fuß des Kasbeg

Die landschaftlich beeindruckendste Tour in Georgien war für mich die Fahrt zum Kasbeg. Der über 5000 Meter hohe Berg liegt im Großen Kaukasus und bildet die Grenze zu Russland. Das Postkarten- und Instagram-Motiv schlechthin: Die Kirche Gergeti bei Stephansminda.  Die georgische Heerstraße führte durch eine wunderschöne Bergwelt zum Kasbeg. Die Stadt Gudauri kann man sich sparen, wenn man nicht Ski fährt oder in Hotelburgen investieren möchte. Dieser Eindruck von Gudauri dürfte genügen.  Beim Kasbeg beeindruckte dann DAS georgische Postkartenmotiv, nämlich Stephansminda mit der berühmten Kirche Gergeti. Die Fahrt lohnt sich allein für diese Aussicht! Diese rothaarigen Kühe leben überall in Georgien, natürlich auch in den Dörfern an der Heerstraße.  Wo es schön ist, ist man natürlich nicht alleine und so begegnet man Gott und der Welt auf den Wanderwegen um die Kirche und hört ein babylonisches Sprachengewirr. Mir blieb in luftiger Höhe mal wieder die Puste aus,

Tiflis und das Hostel im Osten

Die meisten Straßenhunde in Tbilisi wirkten etwas gesünder als andernorts. Es fällt mir schwer, Tiflis (georgisch: Tbilissi) in Worte zu fassen. Von Staunen bis hin zu Genervtheit hat die Stadt eine Menge Reaktionen in mir ausgelöst.  Abwechslungsreicher Stadtrundgang Prächtige Kirchen können in der ganzen Stadt besichtigt werden und in der Altstadt steht eine klinkerbauähnliche Synagoge. Fenster der Großen Synagoge von Tbilissi.  Kirchen in Tbilissi.  Die Erekle Street erinnerte mich an die Frankfurter und Brüsseler Fressgassen. Sie ist nur im Entenmarsch hinter anderen Touristen zu durchlaufen.  Leckeres süßes Rosinenbrot.  Mit vor Staunen offenem Mund schaute ich mir die Jugendstilhäuser der Stadt an.  Im Jugendstil-Viertel.  Chaos auf der Straße Unbarmherzig war der Verkehr in der Hauptstadt: Hupen, halsbrecherische Überholmanöver und heftiger Smog. Dementsprechend gehört die Fahrradfahrt in die Tifliser Innenstadt zu den

Swanetien - Wander-paradies in Georgien

Hier war ich frohen Mutes auf Wanderschaft.  Wanderfreud und -leid erlebte ich in der georgischen Region Swanetien im Kaukasus.  Massentourismus auf dem Vormarsch Über eine traumhafte Passstraße, vorbei an einem türkisblauen Stausee, gelangten wir zunächst nach Mestia mitten ins touristische Herz der Region. Das ehemalige Dorf begibt sich auf den Weg in Richtung Massentourismus. Kein Wunder, denn die Straßen dorthin sind fahrbar und die Lage traumhaft! Stausee in Swanetien.  Leider wird man von mindestens zehn Taxifahrern täglich auf das reichhaltige Tourenangebot hingewiesen. Die Preisspanne war ganz schön beeindruckend. Restaurants sind auf Ausländer eingestellt, doch in den Bäckereien kann man sich noch mit traditionellem Lehmofen-Brot versorgen. Georgisches Brot (Shoti).  Gastfreundschaft am Campingplatz  Der Campingplatz hatte alles, was wir brauchten, und grenzte an ein blitzeblankes, leider leeres Gästehaus. Wahrscheinlich herrscht ein Überangebot an

Odessa und die ukrainische Schwarz-meerküste

Nach einer kurzen Fahrt entlang des Schwarzen Meers erkundeten wir das schöne Odessa, bevor es weiter zur Fähre ging. Bar in Odessa.  Priority boarding am Grenzübergang  Von etlichen Horrorgeschichten aus Reiseblogs aufgeschreckt warteten wir besorgt am Grenzübergang von Moldawien in Richtung Ukraine. Schließlich wurden wir nach zehn Minuten Warten, einem kurzen Blick ins Wohnmobil und einer blitzschnellen Passkontrolle weiter komplimentiert. Dabei durften wir drei russische Fahrer überholen, deren Abfertigung schon jetzt deutlich länger gebraucht hatte - wohl wegen des schwelenden Konflikts zwischen Russland und der Ukraine. Mal wieder erwies sich der deutsche Pass als Türöffner. Ukrainisches Dorf nahe des Schwarzen Meers.  Danach entspannten wir uns auf einem schönen, an einer Bucht gelegenen Campingplatz. Auf der anderen Straßenseite war der Strand zum Schwarzen Meer. In der Bucht lag ein altes Hausboot mit Hotel. Von außen mondänes, innen etwas in die Jahr

Moldawien - Picknick an der grünen Grenze

Eines der ärmsten Länder Europas lag auf unserer Route von Rumänien in die Ukraine: Die Republik Moldau oder auch Moldawien. Dörfliche Idylle und Ostblockcharme In drei Tagen Transit habe ich nur einen flüchtigen Eindruck erhaschen können. Gefühlt sind wir durch etliche Dörfer mit dem gleichen Straßenbild gefahren: Durchfahrtstraße gesäumt von Bäumen, in zweiter Reihe bunte, teils sehr gepflegte und mit schönen Gärten umrahmte Holzhäuser, eine orthodoxe Kirche sowie mehrere Brunnen. Oft stachen noch quietschgelbe oberirdische Gasleitungen ins Auge.  Blaues Holzhaus in moldawischem Dorf. Von diesem Prototyp moldawischer Dörfer hob sich die moderne Hauptstadt Chişinău ab. Neben Ostblockcharme und wuchtigen Staatsgebäuden gab es in der Stadt ein paar nette Restaurants und Bars sowie schöne Parks. Das kleine Kunstmuseum lohnt sich für einen kurzen Rundgang allein schon wegen der Architektur.  Kirche in Chişinău.  Blick von oben im Kunstmuseum der Hauptstadt.  Ko

Ferry tales - Crossing the Black Sea on a cargo boat

Ferry facing Tschornomorsk in Ucraine.  There is real beauty in ferry rides: Sunrises over the ocean are stunning. And looking across the wide waters can be both impressive and relaxing. But ferry rides also offer a great deal of social awkwardness. I do love awkwardness, so of course, I do also love ferry rides. Getting to and fro in Istanbul by ferry.  "Sleepzone" on the Dublin ferry.  Absurd moments between two worlds  There is the moment when you enter the ferry from Calais to Dover for the first time in your life. You sort of look down on these rude people who dare to use the seatings in the restaurant as a kind of camping area. Everyone is lying down for a good night's sleep on the benches that - you believe - were made for sitting on a table whilst consuming food. Looking out of the window on my way to Patras.  And there is the moment when you get on the Holyhead to Dublin ferry at 3 o'clock in the night and you do the exact same